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Freitag, 1. Mai 2015

zweierlei Törtchen

Ich habe gestern und heute mal wieder ein wenig Zeit in der Küche verbracht. Nachdem ich neulich festgestellt hab, dass ich kaum Gelegenheiten habe, um mehr oder weniger schöne Kuchen zu machen, hab ich nun beschlossen, dass ich mir die Gelegenheiten einfach selber mache :)
Und immerhin ist ja heute ein Feiertag... (und  einer meiner Fresstage, die ich 2x im Monat einlege, seit ich mich kohlenhydratarm ernähre...)

Als Basis diente mir ein einfach Schokokuchen, man kann aber auch jeden beliebigen Kuchen dafür nehmen.

Für meinen Kuchen hab ich
250g Butter
3 Eigelb
250g Zucker
250g Mehl
1/2 Pkg. Backpulver
etwas Milch
70g Kakao

miteinenader vermischt. Dann kam noch Eischnee von 3 Eiweiß hinzu. Schließlich verteilt man die Masse am besten auf einem mit Backpakier ausgelegten Backblech, dann kommt das Ganze bei 175° für etwa 35 Minuten in den Ofen (Garprobe nicht vergessen!).
Den Kuchen lässt man dann eine Weile abkühlen, bevor man ihn weiterverarbeitet.

Ist er kühl genug, werden mit einer runden Form (bei mir war's ein Trinkglas) eine gerade Anzahl an Kuchenkreisen ausgestochen, von denen später jeweils zwei gestapelt werden.

Mit einer beliebigen Creme (bei mir war's Ganache mit dunkler Schokolade, es geht aber auch Buttercreme o.ä.) werden zuerst je zwei Scheiben zusammengeklebt, diese Türmchen werden dann noch mit der Creme eingestrichen.

Anschließend werden die entstandenen Törtchen eingedeckt. Ob mit Fondant oder Marzipan bleibt euch überlassen (ich hab beides gemacht und das zum Anlass genommen, auch zwei verschiedene Dekors anzubringen).

Fondanttörtchen:
Ich hab schwarzen Fondant möglichst dünn ausgerollt und auf ein Törtchen gelegt, dann zuerst mit den Händen und zum Schluss mit dem Glätter möglichst glatt "gebügelt". Blauen Fondant (ihr könnt hier auch Blütenpaste nehmen) hab ich ebenfalls dünn ausgerollt und in schmale Streifen geschnitten (die Länge entspricht etwa der Höhe + halben Durchmesser des Törtchens - alternativ könnt ihr die Streifen auch doppelt so lang machen, dann enden sie eben nicht oben in der Mitte sondern gehen gleich bis zu anderen Seite durch) und mit diesen das Törtchen in achte Teile geteilt. Zum Schluss kam noch eine Kamee aus Fondant drauf (wobei diese dezent misslungen ist...)







Marzipantörtchen:
Marzipan ausrollen und das Tötchen wie beim Fondant beschrieben eindecken. Dann hab ich etwas Kakaopulver in eine Prägeform gestaubt (Blütenranke war's bei mir) und Marzipan hineingedrückt. Diese Borte wurde um das Törtchen gelegt. Für den Topper hab ich mir eine Prägeform  in Herzform ausgesucht und diese ebenfalls mit Kakao eingepinselt (hat zum einen den Vorteil, dass man das Muster besser sieht, zum anderen löst sich das Marzipan besser aus der Form) und ein Marzipanherz gemacht, welchen dann auf das Törtchen durfte.




Freitag, 17. April 2015

einfache Blütenpaste

Heute gibt's mal einen Eintrag, bei dem es nicht um ein Backwerk von mir geht, sondern etwas, womit man eben dieses dekorieren kann: Blütenpaste!
Dabei handelt es sich wie beim Fondant um eine Zuckermasse, die sich jedoch ganz dünn ausrollen lässt, relativ schnell trocknet und vor allem ziemlich hart wird.

Gemacht wist die Masse übrigens sehr einfach. Man benötigt ein Eigelb, 200-250g Puderzucker und 3 TL Carboxymethylcellulose.

Moment mal ... Carboxy-WAAAS? Carboxymethylcellulose. Kurz CMC. Oder Kukident Super-Haftpulver Extra stark. Nein, das ist kein Scherz! Kukident Super-Haftpulver Extra stark ist nämlich nichts Anderes ;) Allerdings müsst ihr darauf achten, dass es wirklich dieses Pulver ist, denn nur das ist ohne Zusätze. Oder ihr kauft das CMC einfach in der Apotheke oder in Shops für Backzubehör.

So, jetzt aber zurück zur Blütenpaste.
Zuerst schlagt ihr das Eiweiß ein wenig auf. Es muss kein Schnee werden, nur einige Luftbläschen sollten sich bilden. Dann rührt ihr nach und nach den Puderzucker dazu. Im Prinzip macht ihr jetzt nichts Anderes als ne sehr steife Eiweißspritzglasur. Aber da war ja noch das CMC. Das wird jetzt nämlich auch noch druntergemischt.
Ihr solltet jetzt eine ziemlich zähe Masse haben. Nehmt diese nun aus der Schüssel (am besten fettet ihr eure Hände mit einem geschmacksneutralen Fett ein) und knetet. Wenn die Masse noch zu weich und klebrig ist, knetet einfach noch Puderzucker hinein.
Wenn die Masse schließlich die passende Konsistenz hat und sich schön formen lässt, ist die Blütenpaste fertig. Ihr könnt sie dann natürlich sofort verarbeiten, oder luftdicht (!) verpackt einige Zeit aufbewahren oder sogar einfrieren! Wichtig ist wirklich, dass ihr sie luftdicht verpackt. Ich hab meine Paste in zwei große Stücke Frischhaltefolie gewickelt und in eine luftdichte Tupperdose gesteckt.

Das solltet ihr übrigens auch machen, wenn ihr mit der Paste arbeitet und erstmal einen kleinen Teil davon nehmt. Verpackt den Rest am besten sofort wieder, damit euch das Zeug nicht austrocknet!

So, und jetzt viel Spaß beim Modellieren!