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Sonntag, 7. Juni 2015

Beschwipster Orangenkuchen

Einen schönen Sonntag wünsch ich euch allen!

Ich hab mal wieder gebacken (wer hätt's gedacht?). Fruchtig-frisch sollte es werden und was passt zu diesem Sommerwetter besser als Orange? Also wurde es ein Orangenkuchen.

Zutaten:
3 Eier
200g Butter
200g Zucker
200g Mehl
1/2 Pkg Backpulver
Backaroma Orange (ich habe das Flüssige in den kleinen Fläschchen verwendet, ca. 1/2 Fläschchen, man kann aber auch Orange Back von Schwartau)

Butter und Zucker schaumig rühren, nach und nach die Eier, das Mehl, Backpulver und die Orange (was auch immer ihr verwendet) dazugeben. Bei Bedarf, wenn der Teig zu fest wird, kann man auch noch einen Schuss Mineralwasser (mit Kohlensäure) unterrühren.
Den Teig in eine kleine Backform (bei mir ca. 22cm Durchmesser) geben und im vorgeheizten Backofen bei 180° etwa 35 Minuten backen.

Den fertigen Kuchen dann auf einem Kuchengitter gut abkühlen lassen.

Für den Guss Puderzucker mit etwas Orangensaft mischen. Achtet darauf, dass die Mischung nicht zu flüssig wird! Sie sollte schon ziemlich dickflüssig bis zäh sein. Diese dann auf dem Kuchen verteilen. Dazu das Ganze einfach langsam auf die Mitte der Kuchenoberfläche gießen und durch leichtes Drehen und Schwenken des Kuchens dafür sorgen, dass es sich gleichmäßig verteilt. Es sollte genug Guss werden, damit der Kuchen vollständig damit eingehüllt wird (bei mir hat leider der Puderzucker nicht mehr gereicht, darum hab ich nur an der Oberseite Zuckerguss...).
Nach Belieben kann man den Kuchen dann auch noch verzieren - ich hab dafür kleine Schleifchen aus Fondant gemacht, natürlich in passender Farbe ;)

Und für alle, die sich jetzt fragen, warum ich diesem Post den Titel "Beschwipster Orangenkuchen" gegeben hab:
Man kann den Zuckerguss statt mit Orangensaft auch mit Likör oder - wie in meinem Fall - Orangen-Met machen. Meinen Met hab ich vom Händler unseres Vertrauens Markus Mailänder - zu finden auf diversen Mittelalter-Märkten.



Freitag, 17. April 2015

einfache Blütenpaste

Heute gibt's mal einen Eintrag, bei dem es nicht um ein Backwerk von mir geht, sondern etwas, womit man eben dieses dekorieren kann: Blütenpaste!
Dabei handelt es sich wie beim Fondant um eine Zuckermasse, die sich jedoch ganz dünn ausrollen lässt, relativ schnell trocknet und vor allem ziemlich hart wird.

Gemacht wist die Masse übrigens sehr einfach. Man benötigt ein Eigelb, 200-250g Puderzucker und 3 TL Carboxymethylcellulose.

Moment mal ... Carboxy-WAAAS? Carboxymethylcellulose. Kurz CMC. Oder Kukident Super-Haftpulver Extra stark. Nein, das ist kein Scherz! Kukident Super-Haftpulver Extra stark ist nämlich nichts Anderes ;) Allerdings müsst ihr darauf achten, dass es wirklich dieses Pulver ist, denn nur das ist ohne Zusätze. Oder ihr kauft das CMC einfach in der Apotheke oder in Shops für Backzubehör.

So, jetzt aber zurück zur Blütenpaste.
Zuerst schlagt ihr das Eiweiß ein wenig auf. Es muss kein Schnee werden, nur einige Luftbläschen sollten sich bilden. Dann rührt ihr nach und nach den Puderzucker dazu. Im Prinzip macht ihr jetzt nichts Anderes als ne sehr steife Eiweißspritzglasur. Aber da war ja noch das CMC. Das wird jetzt nämlich auch noch druntergemischt.
Ihr solltet jetzt eine ziemlich zähe Masse haben. Nehmt diese nun aus der Schüssel (am besten fettet ihr eure Hände mit einem geschmacksneutralen Fett ein) und knetet. Wenn die Masse noch zu weich und klebrig ist, knetet einfach noch Puderzucker hinein.
Wenn die Masse schließlich die passende Konsistenz hat und sich schön formen lässt, ist die Blütenpaste fertig. Ihr könnt sie dann natürlich sofort verarbeiten, oder luftdicht (!) verpackt einige Zeit aufbewahren oder sogar einfrieren! Wichtig ist wirklich, dass ihr sie luftdicht verpackt. Ich hab meine Paste in zwei große Stücke Frischhaltefolie gewickelt und in eine luftdichte Tupperdose gesteckt.

Das solltet ihr übrigens auch machen, wenn ihr mit der Paste arbeitet und erstmal einen kleinen Teil davon nehmt. Verpackt den Rest am besten sofort wieder, damit euch das Zeug nicht austrocknet!

So, und jetzt viel Spaß beim Modellieren!

Donnerstag, 2. April 2015

In der Weihnachtsbäckerei...

*träller*

... ähm, Moment mal. Irgendwas stimmt da nicht... *auf den Kalender schau*

Ach Mist, da hat mich das Wetter draußen doch glatt ein wenig verwirrt.
Vielleicht liegt's ja auch daran, dass ich dieses Jahr für Ostern keinen Kuchen, sondern Kekse gebacken hab. Ich hab ja doch schon so einige frühlingshafte Ausstechformen gesammelt.

Rezept wurde es ein ganz einfaches:
150g Butter
150g Zucker
2 Eigelb
300g Mehl

Alle Zutaten zu einem glatten Teig kneten und (nicht zu dünn) ausrollen. Dann beliebige Formen ausstechen und ab damit in den vorgheizten Ofen (180° Ober-/Unterhitze). Nach etwa 10 Minuten (wenn sie anfangen, sich leicht golbraun zu verfärben) dürfen sie wieder raus und abkühlen.

"Verziert" hab ich sie diesmal mit Eiweißspritzglasur:
2 Eiweiß
ca. 300g Puderzucker
Aroma nach Belieben (ich hab Zitronenbackaroma verwendet)
(Tipp: Man kann das Royal Icing (also die Eweißspritzglasur) auch als Pulver zum Anrühren kaufen!)

Mit dem Mixer das Eiklar und den Zucker verrühren. Es sollte eine dickflüssige Masse entstehen.
Diese kann man dann beliebig einfärben. Man sollte allerdings darauf achten, dass man hochwertigere Farben als ich verwendet - gelb hat nur ganz zart gefärbt, gelb und rot gemischt wurde rosa... Und braun sah zuerst sehr nach Durchfallgrün aus...

Die Masse hab ich dann mit einem Spritzbeutel und einer kleinen Lochtülle auf den Keksen verteilt. Es empfiehlt sich übrigens, die Masse zuerst mit etwas mehr Zucker noch dicker zu machen und den Rand der Kekse nachzuzeichnen, dann tropft auch nix mehr runter. Falls die Glasur zu dick ist, einfach tropfenweise etwas Wasser hinzufügen.





Samstag, 7. März 2015

Cakepops und Tassen-Cupcake

Ich hatte heute Lust, meine nagelneue Cakepop-Form zu verwenden :)

Zunächst hab ich dazu erstmal ein wenig nach Rezepten gestöbert, um mich inspirieren zu lassen. Aber letztendlich wurde es dann doch wieder ein ganz eigenes.

Da ich nicht weiß, ob's was wird, hab ich beschlossen, nicht zuviel Teig zu machen. Also hab ich rumgerechnet und schließlich eine Menge gemacht, die (fast) genau für meine kleine Form passt.

Das Rezept:
50g Zucker
50g Butter
1 Ei
30g Kakao (natürlich kann man auch geschmolzene Schokolade nehmen)
50g Mehl
etwas Milch
1 Msp. Backpulver


Der Ofen wird auf 180° Ober-/Unterhitze vorgeheizt.
Ich hab zuerst die Butter mit dem Zucker schön schaumig verrührt. Dann kam das Ei dazu. Anschließend hab ich Kakao und Milch hinzugefügt und zum Schluss das Mehl mit dem Backpulver.
Gut, ich geb's zu, das Backpulver hätte ich fast vergessen. Erst, als ich alles wieder verräumt hab, hab ich gesehen, dass das noch unberührt auf der Arbeitsfläche lag... Aber ich hab's dann einfach nachträglich noch dazugegeben.
Die Masse wurde dann in die untere Hälfte der Cakepop-Form gefüllt (die Form ist ja zweiteilig: Unterteil und "Deckel" quasi). Das Unterteil erkennt man übrigens daran, dass keine Löcher drin sind *gg*. Dann kommt der "Deckel" drauf - nicht einfach drauf legen, sondern darauf achten, dass die beiden Teile auch schön zusammenpassen!
Dann kommt die geschlossene Form für etwa 15 Minuten in den Ofen. Mein Rudolf hat mir hier auch gute Dienste geleistet. Falls sich jemand fragen sollte: Rudolf ist mein Kurzzeitmesser, den gab's kurz vor Weihnachten mal bei Tchibo.

Das ist Rudolf


Mit einem Zahnstocher kann man hier auch gut eine Garprobe machen (der passt nämlich schön in die Löcher des Deckels).

Ich hab die Kugeln dann erstmal ein wenig abkühlen lassen, bevor ich die Form aufgemacht hab.
Den Deckel darf man natürlich nicht einfach abziehen, sonst reißt man die kleinen Kugeln auseinander. Aber durch vorsichtiges Drücken lassen sie sich leicht lösen.
Sie sind mit dem Rezept übrigens sehr fluffig geworden :)
Aufgegangen sind sie auch recht schön, sodass ich doch ganz hübsche Kuchenkugeln erhalten hab. Meine Befürchtung war ja, dass sie entweder nicht richtig aufgehen oder wieder zusammenfallen und ich am Ende dann unschöne Halbkugeln hab.Aber es hat alles ganz gut geklappt :)

Zum Verzieren hab ich einen Teil der Cakepops mit einem einfach Zuckerguss versehen und darauf dann Zuckerkügelchen gestreut, den anderen Teil hab ich mit Fondant umwickelt (und einer hat auch ein freundliches Gesicht bekommen *gg*).

Und hier nun das Ergebnis:



So richtig zufrieden bin ich damit noch nicht, aber es war ja mein erster Versuch (wenn man von der Katastrophe vor zwei Jahren absieht). Und ich denke, auch hier macht die Übung den Meister :)
Den Hirsch im Hintergrund hat übrigens mein Mann in das Brett gebrannt!

Ich hatte vorhin ja geschrieben, dass die Menge fast genau für meine Form gepasst hätte. Es war nämlich ein klein wenig zuviel Teig. Also hab ich auch noch einen Cupcake gemacht. Ich hab mich für eine meiner Tassen-Cupcakeformen entschieden. Ich liebe sie einfach! Gekauft hab ich sie vor knapp 1,5 Jahren bei Xenos in Osnabrück, mittlerweile bekommt man sie aber fast überall...

Der Cupcake wurde auch mit Zuckerguss und grünen Zuckerkügelchen verziert:

Tassen-Cupcake
Auch wenn sie optisch nicht so optimal sind, geschmacklich sind die Cakepops übrigens ganz toll geworden :)
Und die günstige Form von Penny hat sich auch bewährt!

Mittwoch, 22. Mai 2013

Sieht man, dass es ein Zitronenkuchen ist?

Gestern hatte ich mal wieder Lust was zu backen. Zuerst dachte ich an Muffins, aber letztendlich ist es dann doch ein Kuchen geworden. Ein Zitronenkuchen.

Hier erstmal das Rezept:
175g Zucker
175g Butter oder Margarine
175g Mehl
3 Eier
Saft einer Zitrone
5 TL Backpulver

Den Ofen auf 180°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
Die Butter mit dem Zucker schaumig schlagen und die Eier gut unterrühren. Dann das Mehl und das Backpulver dazugeben und schließlich mit dem Zitronensaft cremig schlagen. Den Teig in eine Backform (nach Wunsch - bei mir war's eine kleine runde Form mit ca. 20cm Durchmesser) geben und im vorgeheizten Ofen ca. 45min backen.

Wahlweise kann man den Kuchen dann noch ein wenig zitroniger machen, indem man ihn mit Zitronensirup tränkt. Dazu den Kuchen mit einer Gabel mehrfach einstechen (oder so wie ich die "Kuppel" abschneiden) und ein flüssiges Gemisch aus Zitronensaft und Puderzucker (ich mach hier keine Mengenangaben, hab das nach Gefühl gemacht) großzügig darauf verteilen.

Dann den Kuchen erstmal völlig abkühlen lassen.

Wenn der Kuchen kalt ist, kann man ihn mit Zuckerguss überziehen. Dazu habe ich wieder Puderzucker mit Zitronensaft vermischt, allerdings so, dass eine dicke, zähe Masse rauskam. Das wurde dann über den gesamt Kuchen verteilt. Trocknen lassen - fertig!

Ich hab allerdings, bevor der Guss ganz trocken war, noch ein paar Dekoelemente angebracht: Ich habe Marschmallow-Fondant gelb und grün gefärbt. Aus dem gelben Fondant habe ich zwei halbe Zitronen geformt. Dazu hab ich erstmal zwei Kugeln gemacht und die dann auf eine ebene Fläche gedrückt (man sollte irgendwas drunterlegen, damit die Kugeln nicht festkleben, Backpapier zum Beispiel) und etwas ovaler geformt. Dann hab ich die beiden zitronentypischen "Knubbel" gemacht, dabei hat mir ein Balltool gute Dienste geleistet. Zuletzt hab ich dann noch mit einem Zahnstocher versucht, die Struktur der Zitronenschale zu imitieren (etwas nicht ganz si Spitzes wäre vielleicht besser gewesen). Die Zitronen hab ich dann einfach auf den Kuchen gelegt.
Aus dem grünen Fondant habe ich Blätter gemacht. Ich hab mir vor einiger Zeit mal eine Form aus Silikon zugelegt, die eigentlich für Schokolade gedacht ist. Funktioniert mit Fondant aber auch ganz gut. Ich wusste nicht so recht, wie Zitronenblätter genau aussehen, also hab ich einfach die Blattform genommen, die am passendsten schien *gg* Vier große Blätter hab ich zu den Zitronen gelegt.
Mit einer kleinen Silikonfomr hab ich dann noch ein paar ganz kleine Blätter gemacht (ca. 5-7mm) und auf dem Kuchen verteilt.

So, und jetzt Bilder:









Mit der Optik bin ich diesmal sogar fast zufrieden. 
Mit dem Geschmack bin ich's auf jeden Fall! Schmeckt herrlich zitronig und ist mal eine Abwechslung zu all den cremigen Sachen in letzter Zeit :)

Samstag, 30. März 2013

Zuckerblumen

Da die Frage nach der Anleitung für die Zuckerblumen kam: Also, ich hab sie - wie gesagt - aus der Zeitschrift Torten dekorieren (es lohnt sich wirklich, die zu kaufen!), sie ist also nicht auf meinem Mist gewachsen ;)

Man braucht dazu:
Eiweißspritzglasur (Royal Icing; kann man als Pulver kaufen oder selber machen - Rezept ist ein bisschen weiter unten)
Spritzbeutel
Rosentülle

Rezept für die Eiweißspritzglasur:
1 Eiklar
Puderzucker (Menge je nach gewünschter Konsistenz)
ein paar Spritzer Zitronensaft

Puderzucker einfach mit dem Eiklar und dem Zitronensaft verrühren, bis es die gewünschte Konsistenz hat. Bei mir waren's etwa 350g auf 1 Eiweiß (klingt jetzt sehr viel, aber sonst wäre sie zu flüssig gewesen). Als Guss sollte die Glasur noch richtig flüssig sein, für Begrenzugnsglinien oder Muster relativ weich und für Details wie Blüten oder Blätter sehr steif.
Die Glasur kann auch beliebig eingefärbt werden.
Luftdicht verpackt kann sie im Kühlschrank ein paar Tage aufbewahrt werden, bevor sie zu hart wird.


Für die Zuckerblumen muss die Masse möglichst fest sein, da die Blütenblätter sonst ineinander verlaufen.
Zur Vorbereitung schneidet man Backpapier in kleine Quadrate (ca. 4x4cm) und klebt ein Quadrat mit ein wenig Glasur an einen Korken (o.ä. - erleichtert das Blütenbasteln enorm!).
Dann montiert man die Rosentülle am Spritzbeutel und füllt diesen mit der Glasur. Der Spritzbeutel wird dann etwa im 45°-Winkel an das Backpapier gehalten, die breite Seite zeigt zu Mitte. Leichten Druck auf den Beutel ausüben und mit dem schmalen Teil der Tülle einen leichten Bogen beschreiben (die andere Seite bleibt, wo sie ist). Passt die Blattform, wird die Tülle angehoben (ohne Druck auf den Beutel!) und am Rand des Blattes das zweite Blatt angesetzt (Korken in die richtige Position drehen).
Auf diese Weise werden 4 oder 5 (oder mehr ;) ) Blütenblätter gespritzt. Nach dem letzten Blatt wird die Tülle zur Blütenmitte hin bewegt und angehoben. Sollte dann etwas Guss hochgezogen worden sein, kann der mit einem feuchten Pinsel leicht flachgedrückt werden.
Anschließend das Backpapier vom Korken abziehen und die Blüte trocknen lassen.
Für die nächste Blüte ein neues Papierstück festkleben.
Nach dem Trocknen in die Mitte der Blüten noch kleine Punkte setzen (entweder mit gefärbter Glasur oder - für Faule - mit Zuckerschrift aus der Tube).
Wenn die Blüten komplett trocken sind, werden sie vorsichtig vom Papier gelöst.
Trocken gelagert kann man die Blüten eine gefühlte Ewigkeit aufbewahren ;)